
Der TC Blau-Weiss war bei den Nordostdeutschen Meisterschaften mit zwei Teams vertreten und sammelte sowohl auswärts als auch vor heimischer Kulisse wichtige Erfahrungen.
MU16:
Gleich zum Auftakt lieferte sich das Team ein packendes Duell mit dem Harvestehuder THC. In einer intensiven und offensiv geführten Partie begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Immer wieder konnte Blau-Weiss bei Rückständen verkürzen und setzte eigene Akzente im Angriff, musste sich am Ende jedoch knapp mit 3:4 geschlagen geben.
Im zweiten Gruppenspiel gegen den Klipper THC entwickelte sich erneut ein torreiches Spiel. Beide Teams suchten konsequent den Weg nach vorne, sodass sich ein offener Schlagabtausch ergab. Trotz vier eigener Treffer und großem Einsatz setzte sich Klipper schließlich mit 7:4 durch. Vor allem in der Defensive offenbarte sich dabei noch Abstimmungsbedarf, während die Offensivaktionen immer wieder das vorhandene Potenzial erkennen ließen.
Auch im dritten Gruppenspiel gegen den DTV Hannover zeigte die Mannschaft Moral. In einer erneut umkämpften Begegnung hielt Blau-Weiss lange dagegen und blieb durch eigene Tore stets in Reichweite. Letztlich entschied DTV Hannover die Partie mit 6:4 für sich. Trotz der drei Niederlagen war deutlich zu sehen, dass das Team spielerisch mithalten konnte – Kleinigkeiten gaben jeweils den Ausschlag.
Im Spiel um Platz sieben belohnte sich die MU16 dann für ihren Aufwand. Gegen den Post SV Chemnitz trat die Mannschaft konzentriert und defensiv deutlich stabiler auf. Mit konsequenter Chancenverwertung und einer geschlossenen Teamleistung gelang ein überzeugender 4:0-Erfolg, der einen versöhnlichen Abschluss und Rang sieben sicherte.
MU14:
Am 14. und 15. Februar reiste das Berliner U14‑Team von Blau‑Weiß als Zweitplatzierter der Hauptstadt zur Nord‑Ostdeutschen Meisterschaft nach Oldenburg zum GVO. In Gruppe A warteten starke Gegner: der Hamburger Erstplatzierte Harvestehuder Tennis- und Hockeyclub, der Hamburger Drittplatzierte Der Club an der Alster, sowie der Club zur Vahr aus Bremen.
Ein schwieriger Start gegen den HTHC
Im Auftaktspiel am Samstag traf Blau‑Weiß direkt auf den HTHC. Die Berliner starteten kraftvoll, setzten in der ersten Minute ein starkes Pressing und erspielten sich die erste Torchance. Doch der HTHC konterte und verwandelte zum 1:0. Eine frühe gelbe Karte in der 4. Minute brachte BW drei Minuten in Unterzahl – eine Phase, in der die Hamburger zwei weitere Treffer erzielten. Mit einem 0:3 ging es in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte fand Blau‑Weiß besser ins Spiel, gestaltete die Partie ausgeglichen und verkürzte per Siebenmeter auf 1:3. Am Ende setzte sich der HTHC jedoch mit 4:1 durch.
Leidenschaftlicher Sieg gegen Alster
Im zweiten Spiel gegen Alster entwickelte sich eine intensive und taktisch geprägte Partie. Zur Halbzeit stand es 0:0, beide Teams schenkten sich nichts. Drei Minuten nach Wiederanpfiff gelang Alster jedoch der erste Treffer. Blau‑Weiß ließ die Köpfe nicht hängen, kämpfte sich zurück und erzielte in der 20. Minute den verdienten Ausgleich. Direkt im Anschluss folgte ein enorm wichtiges Tor in der 21. Minute, das die Berliner mit disziplinierter Abwehr bis zum Ende verteidigen konnten. Der 2:1‑Sieg hielt die Hoffnung auf den Halbfinaleinzug am Leben – vorausgesetzt, der HTHC würde gegen Alster gewinnen und Blau‑Weiß selbst gegen den Club zur Vahr erfolgreich sein. Allerdings erfüllte sich diese Voraussetzung nicht, da DCadA überraschend nach 0:2 Rückstand gegen den HTHC gewinnen konnte.
Druckspiel gegen den Club zur Vahr
Nun standen die BW‑Jungs im dritten Spiel unter Zugzwang. Ein Sieg mit fünf Toren Differenz gegen den Club zur Vahr wäre nötig gewesen, um das erklärte Ziel zu erreichen. Doch an diesem Tag wollte es nicht gelingen: Der bis dahin sieglose CzV gewann überraschend mit 2:1. Enttäuscht verpasste das Team das Halbfinale und beendete den ersten Turniertag.
Starker Abschluss am Sonntag
Am Sonntag spielte Blau‑Weiß um Platz 5 gegen den Hamburger Zweiten UHC. Die Mannschaft zeigte sich befreiter, fand zu ihrem Spiel und demonstrierte eindrucksvoll, warum sie zurecht bei der NODM vertreten war. Mit attraktivem Hockey und sichtbarer Spielfreude begeisterten die Jungs die Zuschauer und sicherten sich einen verdienten 2:1‑Erfolg.
Zwar wäre es absolut möglich gewesen, vergleicht man sich auch mit dem Spielniveau der anderen Teams, ins Halbfinale einzuziehen, jedoch sollte es den Jungs an diesem Wochenende nicht gelingen. Dennoch haben sie gezeigt, dass sie mit leistungsstarken Teams mehr als mithalten können. Sie haben ihren Erfahrungsschatz über die Saison und vor allem an diesem Wochenende enorm erweitert und sind mit dem 5. Platz bei der NODM das erfolgreichste BW-Jugendteam der Hallensaison 2026.
(von Anke Kozuch und Gwendoline Blumenthal)